Der Aufbau
Grundofen als Bausatz.
Kein Mörtel, kein Baustellendreck, kein Handwerker im Haus.
Wer einen Grundofen Bausatz sucht, rechnet meist mit Mörtel, Schmutz und einem Ofenbauer. Beim Tigchel kommen stattdessen ein bis zwei Paletten mit Ofenelementen. Sie setzen Stein auf Stein, prüfen mit der Wasserwaage, ziehen die Zwinge an – zwei Personen, ein ruhiger Nachmittag, und der Ofen steht.

Der Aufbau im Zeitraffer
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Checkliste vor dem Aufbautag
Planung & Abstimmung
- ✓ Termin mit dem Schornsteinfeger gemacht und Eignung des Schornsteins bestätigt
- ✓ Aufstellort festgelegt
- ✓ Wandabstände geprüft und eingehalten
- ✓ Traglast des Bodens geprüft
Werkzeug & Material
- ✓ Wasserwaage bereitlegen
- ✓ Feuerfester Untergrund vorhanden
- ✓ Schraubzwinge liegt dem Ofen bei.
- ✓ Ab 8D/10D: zwei Leitern bereitstellen
Aufbautag
- ✓ Zweite Person nötig
- ✓ Lieferweg freigeräumt (Ofen kommt auf Paletten)
- ✓ Grundplatte absolut waagerecht
- ✓ Aufbauanleitung von Tigchel zur Hand
- ✓ Ofen sitzt fest, kein Wackeln
Weil der Tigchel als Kachelofen Bausatz mörtellos aufgebaut ist, können Sie ihn auch einfach wieder abbauen und mit ihm umziehen.
Nach dem Aufbau: Der erste Anheizvorgang
Bevor der Ofen in Betrieb genommen wird, muss der zuständige Schornsteinfeger den Aufbau abnehmen – das ist gesetzlich vorgeschrieben und in der Regel unkompliziert. Danach folgt das erste Anheizen: Dabei wird der Ofen schrittweise mit kleinen Mengen Holz auf Temperatur gebracht, damit sich die Dichtungen setzen können. Tigchel empfiehlt für die ersten drei bis vier Heizvorgänge bewusst wenig Holz und niedrige Temperaturen. Danach läuft der Ofen auf vollem Betrieb – und das ohne weitere Wartung oder Pflege außer dem gelegentlichen Leeren der Ascheschublade.
Häufige Fragen zum Aufbau des Tigchel Speicherofen Bausatzes
Kann ich den Tigchel Speicherofen selbst aufbauen – brauche ich einen Handwerker?
Ja, Sie können ihn selbst aufbauen. Der Tigchel ist mörtellos – die Steine greifen ineinander wie ein Puzzle, werkseitige Dichtstreifen übernehmen die Abdichtung. Kein nasser Mörtel, kein Dreck, kein Handwerker. Zwei Personen bauen ihn an einem ruhigen Nachmittag auf.
Seien Sie sich aber bewusst, dass einige der Teile sehr schwer sind.
Was Sie trotzdem brauchen: Ihren Schornsteinfeger. Er muss den Ofen nach dem Aufbau abnehmen – das ist gesetzlich vorgeschrieben und in der Regel unkompliziert. Und er muss vorher bestätigen, dass Ihr Schornstein geeignet ist (Mindestdurchmesser 15 cm).
Welchen Schornstein brauche ich für den Tigchel?
Der Tigchel braucht einen Schornstein mit mindestens 15 cm Innendurchmesser. Das erfüllen die meisten Altbau-Schornsteine problemlos.
Gemauerte Schornsteine sind in der Regel geeignet, manchmal muss ein Edelstahlrohr innen eingezogen werden – das klärt Ihr Schornsteinfeger vor dem Aufbau. Das Ofenrohr kann oben oder hinten aus dem Ofen austreten, je nach Konfiguration.
Eine Sache noch: Der Schornsteinfeger muss den Ofen nach dem Aufbau offiziell abnehmen. Das ist gesetzlich vorgeschrieben, in der Praxis aber eine kurze Inaugenscheinnahme – kein großes Bürokratieprojekt.
Ist es erlaubt, einen Grundofen selbst zu bauen?
Ja. Es gibt kein Gesetz, das den Selbstaufbau eines Ofens verbietet. Entscheidend ist nicht, wer ihn aufbaut, sondern ob er die Anforderungen der 1. BImSchV erfüllt und ob der Schornsteinfeger ihn nach dem Aufbau abnimmt.
Bei einem individuell gemauerten Grundofen ist genau das die Hürde: Der Schornsteinfeger braucht einen Nachweis, dass der Ofen die Grenzwerte einhält – und den kann bei einem Eigenbau aus losen Steinen meist nur ein Ofenbauer über eine Berechnung liefern.
Beim Tigchel ist das einfacher. Er ist ein geprüftes Serienprodukt und kommt mit allen Prüfunterlagen, die der Schornsteinfeger für die Abnahme braucht.
Kann man mit einem Grundofen ein ganzes Haus heizen?
Das kommt auf das Haus an – und ich sage Ihnen lieber ehrlich, wann es nicht funktioniert.
Ein Speicherofen gibt seine Wärme primär als Strahlung an den Raum ab, in dem er steht, und an das, was daran angrenzt: offene Treppen, angrenzende Räume mit offenen Türen, das Geschoss darüber. In einem Haus mit offenem Grundriss oder wenigen, großen Räumen kann ein Tigchel die Hauptheizung sein. Ich heize so seit Jahren – in einem alten, unisolierten Hallenhaus.
Was ein Speicherofen nicht kann: mehrere abgeschlossene Räume gleichmäßig warm halten, etwa fünf einzelne Zimmer auf zwei Etagen mit geschlossenen Türen. Dafür braucht es eine Verteilung über Wasser oder Luft – ein Holzvergaser mit Pufferspeicher ist dann die passendere Lösung, nicht ein Grundofen.
Dazwischen liegt der häufigste Fall: Der Tigchel trägt die Wärme im Wohnbereich, wo man sich tagsüber aufhält, und die vorhandene Heizung übernimmt Bad und Schlafzimmer. Das spart den größten Teil des Verbrauchs, ohne dass die alte Heizung raus muss.
Wenn Sie nicht sicher sind, wie Ihr Haus einzuordnen ist: Schreiben Sie mir kurz, wie der Grundriss aussieht. Ich sage Ihnen, ob es passt – auch wenn die Antwort „lieber nicht” lautet.
Was kostet ein Grundofen-Bausatz?
Ein kompletter Tigchel-Bausatz kostet je nach Größe rund 7.900 € (4er) bis etwa 12.300 € (10er), jeweils inklusive Mehrwertsteuer. Dazu kommen die Fracht auf Palette, in der Regel bis 550 €, und auf Wunsch die beheizte Ofenbank für rund 1.700 €.
Zum Vergleich: Grundofen-Bausätze, die Sie im Netz für 3.000 bis 5.000 € finden, sind meist Feuerraum- oder Materialbausätze. Dort fehlen Verkleidung, Speichermasse in der Menge, Mörtel und die Arbeit eines Ofenbauers – und der Nachweis für den Schornsteinfeger. Ein gemauerter Grundofen vom Ofenbauer liegt komplett meist zwischen 10.000 und 25.000 €.
Beim Tigchel ist der Preis das, was am Ende steht. Alles ist dabei, es gibt keine Nachfolgekosten für Aufbau oder Abnahme-Nachweis. Was Sie zusätzlich einplanen müssen, ist ein feuerfester Untergrund und gegebenenfalls ein Edelstahlrohr im Schornstein, falls Ihr Schornsteinfeger das verlangt.
Den genauen Preis für Ihre Größe, Farbe und Ausstattung bekommen Sie über den Konfigurator als persönliches Angebot.
Wie unterscheidet sich der Tigchel von einem klassischen Grundofen-Bausatz?
Ein klassischer Grundofen-Bausatz liefert die Teile, aus denen ein Ofenbauer – oder Sie selbst mit viel Erfahrung – einen Ofen mauert: Feuerraum, Züge, Schamotteplatten, dazu Mörtel und Verkleidung nach Wahl. Das Ergebnis ist ein fest ins Haus gebauter Ofen, individuell in Form und Größe, aber gebunden an den Ort und meist an einen Fachbetrieb.
Der Tigchel ist ein fertiger Speicherofen in Einzelteilen. Die Elemente aus Schamottebeton sind gegossen, passgenau und werden trocken aufeinandergesetzt. Es gibt vier Größen, zwei Designlinien und vierzehn Farben – aber keinen individuellen Grundriss, keine Eckvariante, keinen Wasserwärmetauscher. Dafür steht er nach einem Nachmittag, ohne Mörtel, und Sie können ihn wieder abbauen und mitnehmen.
Wenn Sie einen Ofen wollen, der exakt in eine Nische passt oder in die Wand eingebaut werden soll, ist ein gemauerter Grundofen die bessere Wahl. Wenn Sie die Speichermasse eines Grundofens wollen, ohne Ofenbauer, ohne Baustelle und ohne sich für immer festzulegen, ist es der Tigchel.