Mit Holz heizen: unabhängig von Gas, Öl und Strompreis

Erschienen am Aktualisiert am ca. 6 Minuten

Roter Tigchel Speicherofen 8D als effiziente Holzheizung im Wohnraum

Über elf Millionen Haushalte in Deutschland haben einen Holzofen. Ich unterscheide dabei zwischen zwei Gruppen: Die einen heizen für das Gefühl – gelegentlich, wenn es draußen stürmt und schneit und man sich mit der Wolldecke und einem Kakao auf dem Sofa zusammenrollt. Die anderen heizen, weil sie ihr Haus damit warm halten wollen – verlässlich, sparsam, unabhängig.

Dieser Beitrag richtet sich an die zweite Gruppe. Ich erkläre, warum sich das Heizen mit Holz heute mehr lohnt denn je, was es wirklich kostet und worauf es ankommt, damit aus einem Feuer auch verlässliche Wärme wird.

Warum überhaupt mit Holz heizen?

Drei Gründe höre ich immer wieder – und ich teile sie alle:

Unabhängigkeit. Ob es zuhause warm ist, hängt nicht vom Gas- oder Stromnetz ab, sondern an einem Stapel Holz, den Sie sehen, anfassen und einlagern können. Das gibt ein Gefühl von Sicherheit, das keine Heizungsanlage mit App ersetzt.

Behaglichkeit. Die Wärme eines Holzofens ist Strahlungswärme – sie wärmt wie die Sonne die Gegenstände und Menschen im Raum, nicht nur die Luft. Kein trockenes Heizungsklima, kein Luftzug. Viele beschreiben es als das angenehmste Wärmegefühl, das sie kennen.

Ein nachwachsender Rohstoff. Holz wächst nach – und zwar regional. Sie heizen mit einem Brennstoff, der nicht aus fernen Ländern per Pipeline oder Schiff importiert werden muss und der, anders als Sonne oder Wind, unabhängig von Wetter und Tageszeit verfügbar ist.

Unabhängig von Gas, Öl und Strompreis

Das ist für mich der stärkste Punkt. Die letzten Jahre haben gezeigt, wie schnell sich Energiepreise drehen können. Strom kostete 2019 noch rund 29 Cent pro Kilowattstunde – heute liegt der Haushaltsstrompreis bei etwa 38 bis 40 Cent. Gas sprang in der Energiekrise 2022 zeitweise auf rund 16 Cent, beruhigte sich danach wieder, liegt aber noch immer deutlich über dem Niveau von vor 2020.

Dazu kommt der CO₂-Preis, der fossiles Heizen Jahr für Jahr planmäßig verteuert: 2025 lag er bei 55 Euro pro Tonne, 2026 bewegt er sich zwischen 55 und 65 Euro, und ab 2027 soll der europäische Emissionshandel den Preis bestimmen – Schätzungen reichen weit darüber hinaus. Für ein älteres Einfamilienhaus mit Gasheizung bedeutet das schon heute mehrere Hundert Euro im Jahr allein an CO₂-Kosten, Tendenz steigend.

Wer mit Holz heizt, entkoppelt sich davon zumindest in Teilen. Denn Brennholz ist ein regionaler Rohstoff – und kein Spielball der großen Politik. Hier kann niemand den Hahn zudrehen, um ein ganzes Land unter Druck zu setzen. Während sich der Gas- und Ölpreis an Lieferstopps, Sanktionen und Krisen tausende Kilometer entfernt entscheidet, bleibt der Brennholzpreis über die Jahre vergleichsweise ruhig und berechenbar. Sie zahlen nicht jeden geopolitischen Preissprung mit – erst recht nicht, wenn Sie Ihr Holz regional kaufen oder selbst werben.

Was passiert, wenn der Strom ausfällt?

Es gibt ein Argument, das im Alltag leicht untergeht: Eine Gasheizung und eine Wärmepumpe brauchen Strom, um zu laufen – das ist bekannt. Weniger bekannt: Auch eine Pellet- oder Hackschnitzelheizung ist davon abhängig. Sie gilt als „Holzheizung”, doch Förderschnecke, Gebläse, Zündung, Pumpe und Steuerung laufen alle mit Strom. Bei einem Stromausfall bleibt also auch sie kalt.

Ein Holzofen nicht. Er braucht kein Gasnetz, keinen Strom, keine Elektronik – nur trockenes Holz und ein Streichholz. Fällt mal der Strom aus, ist er oft die einzige Wärmequelle, die einfach weiterläuft. Das macht ihn zu einer verlässlichen Rückfallebene – ein gutes Gefühl, ganz unabhängig davon, wie wahrscheinlich man einen längeren Ausfall hält.

Man muss nicht vom Schlimmsten ausgehen, um das zu schätzen. Aber es ist ein beruhigendes Gefühl zu wissen, dass im Haus eine Wärmequelle steht, die von nichts und niemandem abhängig ist.

Was kostet Heizen mit Holz?

Kommen wir zu den Zahlen. Der bundesweite Heizspiegel hat für das Abrechnungsjahr 2024 die durchschnittlichen Heizkosten pro Quadratmeter und Jahr verglichen:

Energieträger Heizkosten pro m²/Jahr
Holz / Holzpellets ca. 9,60 €
Wärmepumpe ca. 10,50 €
Fernwärme ca. 14,10 €
Heizöl ca. 15,90 €
Erdgas ca. 16,00 €

Quelle: Heizspiegel 2025 (Abrechnungsjahr 2024)

Holz liegt also bei den laufenden Kosten ganz vorne – günstiger als Öl und Gas, und das ohne den CO₂-Aufschlag, der fossile Energien weiter verteuert. Und das ist nur der Schnitt: Wer Scheitholz selbst macht oder beim Förster bzw. regional kauft, heizt oft noch deutlich günstiger. Der Preis dafür ist die eigene Arbeit – sägen, spalten, stapeln. Für viele ist genau das aber kein Nachteil, sondern Teil der Sache.

Ehrlich bleibt: Eine Holzfeuerung will bedient werden. Sie legen nach, Sie räumen Asche aus, Sie kümmern sich ums Holz. Wer das nicht möchte, ist mit einer automatischen Anlage besser beraten. Wer den Umgang mit dem Feuer aber schätzt, bekommt günstige, unabhängige Wärme.

Heizen mit gutem Gewissen

Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft gilt als klimaschonender Brennstoff: Bei der Verbrennung wird – so die Einordnung des zuständigen Bundesministeriums – nicht mehr CO₂ freigesetzt, als der Baum beim Wachsen zuvor gebunden hat. Holz deckt heute rund 65 Prozent der Wärme aus erneuerbaren Energien in Deutschland.

Damit das aufgeht, kommt es allerdings auf zwei Dinge an: trockenes Holz und eine saubere, effiziente Verbrennung. Feuchtes Holz qualmt, rußt und gibt einen Großteil seiner Energie ungenutzt ab – schlecht fürs Klima, schlecht für den Geldbeutel und schlecht für die Nachbarschaft. Ein moderner Ofen, richtig befeuert, verbrennt dagegen sauber und sparsam.

Mit wenig Holz lange Wärme: der Speicherofen

Ein klassischer Kaminofen wird heiß, solange das Feuer brennt – und kühlt danach schnell wieder aus. Genau hier setzt ein Speicherofen an. Sein massiver Körper aus feuerfester Speichermasse nimmt die Hitze eines kurzen, kräftigen Feuers auf und gibt sie über viele Stunden als milde Strahlungswärme zurück.

Das heißt für Sie: Ein Abbrand am Morgen kann – je nach Haus – bis in die Nacht tragen. Sie heizen ein- bis zweimal am Tag, statt ständig nachzulegen. Wenig Holz, lange Wärme. Wer mit Holz heizen und dabei möglichst unabhängig und sparsam bleiben will, ist mit einem Speicherofen oft besser bedient als mit einem reinen Kaminofen.

So funktioniert ein Tigchel-Speicherofen

Wer mit Holz heizen und dabei maximale Effizienz ohne ständiges Nachlegen sucht, findet in einem massiven Speicherofen die ideale Lösung. Vergleichen Sie die verschiedenen Ausführungen oder stellen Sie sich Ihr Wunschmodell direkt zusammen.👉 Tigchel Speicherofen-Modelle im Vergleich ansehen | Zum Speicherofen-Konfigurator“*

Fazit

Mit Holz zu heizen heißt, sich ein Stück Kontrolle zurückzuholen – unabhängig von Gas, Öl und Strompreis, mit einem nachwachsenden Brennstoff und einer Wärme, die sich einfach gut anfühlt. Ja, auch Brennholz ist in der Energiekrise teurer geworden. Aber anders als Gas und Öl wird der Preis nicht in Den Haag oder Moskau gemacht. Er entsteht im Wald nebenan – und fällt auch wieder.

Am meisten holen Sie heraus, wenn Holz, Technik und Ofen zusammenpassen: trockenes Holz, saubere Verbrennung und ein Ofen, der die Wärme speichert, statt sie zu verpuffen.

Wenn Sie wissen möchten, welcher Speicherofen zu Ihrem Zuhause passt, stellen Sie sich Ihren Ofen Schritt für Schritt zusammen – oder schreiben Sie mir einfach. Ich beantworte Ihre Fragen ehrlich und ohne Verkaufsdruck.

Häufige Fragen

Ist das Heizen mit Holz günstiger als Gas und Öl?

Ja. Laut Heizspiegel liegen die durchschnittlichen Energiekosten für Holz und Pellets bei rund 9,60 Euro pro Quadratmeter und Jahr, während Gas und Öl mit rund 16 Euro deutlich teurer sind – Tendenz durch steigende CO2-Preise zunehmend steigend.

Funktioniert eine Holzheizung bei einem Stromausfall?

Klassische Scheitholz-Öfen und Speicheröfen benötigen keinerlei Strom, Pumpen oder Elektronik und funktionieren daher auch bei einem flächendeckenden Stromausfall als verlässliche Wärmequelle im Haus.

Weitere Artikel

Blick in einen Ofen bei dem Holz von oben entzuendet wird

Angezündet wird von oben

Die meisten Menschen zünden ihren Ofen so an, wie sie es als Kind am Lagerfeuer gelernt haben: Papier unten, kleines Holz drauf, große…

Zwei Reihen IBC-Gitterboxen mit gestapeltem Brennholz an einer Hauswand, oben mit schwarzer Plane abgedeckt

Brennholz richtig lagern

Mit der richtigen Technik beim Brennholz lagern erhalten Sie trockenes Holz. So heizen Sie effizient und reduzieren Rauch und Ruß.